Teil 1
VAT in the Digital Age - Highlights

Die EU-Initiative „VAT in the Digital Age" (ViDA) bringt uns in den kommenden Jahren eine ganze Reihe von Rechtsänderungen im formellen und materiellen Umsatzsteuerrecht, die darauf abzielen, das Umsatzsteuerrecht an die digitale Wirtschaft anzupassen, Betrug zu bekämpfen durch die Nutzung digitaler Daten und Unternehmen zu entlasten, indem die Notwendigkeit für mehrfache umsatzsteuerliche Registrierungen eingeschränkt wird.
An dieser Stelle des Newsletters gehen wir künftig auf die anstehenden Änderungen ein. Die erfolgreiche Umsetzung der Neuerungen erfordert ein unternehmensweites Transformationsprojekt, das neben der Steuerabteilung auch IT, Logistik, Vertrieb, Einkauf, Buchhaltung und Compliance einbindet.
ViDA ruht auf drei Säulen:
- Digital Reporting Requirement (DRR) und E-Invoicing: Einführung einer digitalen Meldung grenzüberschreitender Einzeltransaktionen innerhalb der EU in Echtzeit auf Basis verpflichtender elektronischer Rechnungstellung.
- Platform Economy: erweiterte steuerliche Pflichten für digitale Plattformen, inklusive neuer Leistungsfiktionen und Ausnahmen; relevant, wenn Plattformen Übernachtungen oder Beförderungsleistungen auf der Straße an Privatpersonen vermitteln bzw. unterstützen.
- Single VAT Registration: Vermeidung mehrfacher Umsatzsteuerregistrierungen durch Ausweitung des Reverse-Charge-Verfahrens, Erweiterung des One-Stop-Shops und Wegfall der Vereinfachung für Konsignationslager.
Was das für Prozesse, Systeme, Steuerfindung und Lieferketten im Unternehmen bedeutet, beleuchten wir an dieser Stelle.

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