Pflegeimmobilien

Der Investmentmarkt für Pflegeimmobilien verzeichnet 2025 ein um 18 Prozent höheres Transaktionsvolumen bei weiterhin stabilen Renditen

Entwicklung des deutschen Investmentmarkts für Pflegeimmobilien


Quelle: PwC Research, BNP Paribas

Wesentliche Transaktionen


  • Threestones erwarb über den Fonds Eurocare IV 2025 mehrere zusammenhängende Pflegeimmobilien-Portfolios in Deutschland. Die gebündelten Ankäufe umfassen zahlreiche stationäre Pflegeeinrichtungen mit hohem Bettenvolumen und Wertschöpfungspotenzial.
  • Die Freie und Hansestadt Hamburg erwarb über die städtische Konzernholding HGV im Januar das Portfolio „PFLEGEN UND WOHNEN Hamburg“ von der Deutschen Wohnen zurück. Die Transaktion umfasste 13 Pflegeheimstandorte mit rund 2.400 Pflegeplätzen zu einem Kaufpreis von rund 380 Millionen Euro.
  • M&G Real Estate erwarb die Premium-Senior-Living-Immobilie „Schönes Leben Erftstadt“ an den Jahnshöfen im Rahmen eines Asset-Deals für rund 82,5 Millionen Euro. Das 2023 fertiggestellte Neubauobjekt umfasst 163 barrierefreie Service-Wohnungen, 20 Tagespflegeplätze sowie 24 Pflege-WG-Plätze und ist langfristig an die SCHÖNES-LEBEN-Gruppe verpachtet.

Trends


  • Auch 2025 blieben Pflegeimmobilien mit ca. 65 Prozent der Investments das stärkste Segment im Healthcare-Investmentmarkt.
  • Das Transaktionsvolumen im Pflegeimmobiliensektor erhöhte sich 2025 deutlich gegenüber 2024, blieb jedoch weiterhin unter dem langjährigen Durchschnitt, da die Marktaktivität maßgeblich durch einzelne großvolumige Portfolio- und Sondersituationsdeals geprägt war.
  • Die Spitzenrenditen für Pflegeimmobilien zeigten sich 2025 stabil, was in Verbindung mit dem gestiegenen Transaktionsvolumen darauf hindeutet, dass die Preisfindungsphase weitgehend abgeschlossen ist und sich Käufer- und Verkäufererwartungen in der aktuellen Marktphase weiter angenähert haben.
  • Trotz der stabilisierten Investmentbedingungen bleibt das Betreiberrisiko ein zentraler limitierender Faktor, da der anhaltende Fachkräftemangel sowie hohe Personal-, Energie- und Betriebskosten weiterhin nur eingeschränkt über die regulierten Refinanzierungssysteme kompensiert werden konnten.
  • Vor diesem Hintergrund setzte sich 2025 der Konsolidierungsprozess auf Betreiberseite fort, begleitet von weiteren Restrukturierungen, Portfolio-Bereinigungen und selektiven Insolvenzen, was insbesondere im Value-Add-Segment zu zusätzlichen Transaktionsgelegenheiten führte.
  • Der Ausblick für den Pflegeimmobilienmarkt bleibt insgesamt leicht positiv. Für 2026 wird eine Fortsetzung der Investmentaktivität im Pflegeimmobilienmarkt erwartet, getragen von stabilen Renditen und einer weitgehend abgeschlossenen Preisfindungsphase. Gleichzeitig bleiben das erhöhte Betreiberrisiko, die geringe Neubautätigkeit sowie eine selektive Kapitalallokation limitierende Faktoren, sodass 2026 eher von einer moderaten als von einer breiten Markterholung auszugehen ist.

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