Pflegeimmobilien
Der Investmentmarkt für Pflegeimmobilien hat 2024 beim Transaktionsvolumen und den Renditen eine Seitwärtsbewegung vollzogen
Entwicklung des deutschen Investmentmarkts für Pflegeimmobilien

Quelle: PwC Research, BNP Paribas
Wesentliche Transaktionen
- Die Civitas Investment Management (CIM) hat mit der Katharinenhof-Gruppe 26 Pflegeimmobilien in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg für ca. 300 Mio. Euro von der Vonovia (ehem. Deutsche Wohnen Healthcare Bestand) erworben
- Die Threestones Capital Management hat in Frankfurt a.M., Wiesbaden und Königstein im strukturierten Prozess drei Senioreneinrichtungen für etwas mehr als 50 Mio. Euro von der Vonovia (ehem. Deutsche Wohnen) erworben. Der Transaktionsgegenstand war Teil eines größeren Seniorenportfolios, das die Deutsche Wohnen 2018 von der SHI Management (nun Quantum) erwarb
- Die Primonial REIM hat eine Seniorenresidenz in Kreischa mit 94 Betten für ca. 24,7 Mio. Euro erworben – der Verkäufer ist nicht bekannt
Trends
- Auch 2024 blieben Pflegeimmobilien mit ca. 61 % der Investments das stärkste Segment im Healthcare-Investmentmarkt.
- Obwohl die EZB im Jahr 2024 die Zinsen fünf Mal um insgesamt 1,25 BP senkte, konnte sich das Transaktionsvolumen bei Pflegeimmobilien nur moderat erholen (+6 % zum Vorjahr, -65 % zu 2022).
- Die Spitzenrendite blieb 2024 – wie schon 2023 – auf dem Niveau von 5 %. In Verbindung mit dem leicht gestiegenen Transaktionsvolumen könnte dies darauf hindeuten, dass die bei den Akteuren von Unsicherheit geprägte Preisfindungsphase des Marktes nun abgeschlossen ist.
- Insbesondere der weiterhin bestehende Fachkräftemangel und die hohen Personal-, Energie- und Betriebskosten wirken sich negativ auf das Betreiberrisiko aus. Entstandene Kosten konnten aufgrund der stark gedeckelten Refinanzierungsmöglichkeiten nicht vollständig kompensiert werden, worunter der Pflegemarkt weiterhin leidet.
- Dieses angespannte Betreiberumfeld hat auch im Laufe des Jahres 2024 zu weiteren Standortschließungen, Konsolidierungsprozessen und Insolvenzen größerer Pflegeimmobilienbetreiber geführt, wie beispielsweise Orbisana oder die Levantus Gruppe.
- Der Ausblick auf 2025 lässt eine leichte Erholung der Investmenttätigkeit erwarten. Die Prognose für ein stabiles oder sogar weiter sinkendes Zinsumfeld in Verbindung mit dem Abschluss der Konsolidierungsphase bei den Betreibern und dem ungebrochenen Bedarf an Pflegeimmobilien (bedingt durch den demografischen Wandel) spricht für einen moderaten Anstieg der Investment- und Projektentwicklungsaktivitäten im Jahr 2025.

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